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Foto: Paul Hanaoka

Lebe gut und nachhaltig! Neeee!

Die Suche nach dem richtigen Weg zur Nachhaltigkeit kann überwältigend sein, doch es gibt einen Ausweg. Die Balance zwischen bewussten Entscheidungen und persönlichem Wohlergehen zeigt, wie wir den Tanz des Lebens mit Nachhaltigkeit und Selbstfürsorge verbinden können.

Als Frau in der heutigen Welt wird von mir erwartet, dass ich mich in fast jedem Bereich meines Lebens nachhaltig verhalte. Von meiner Ernährung über meine Kleidung bis hin zu meinen Reisegewohnheiten - Nachhaltigkeit scheint das Mantra zu sein, dem ich folgen muss. Aber inmitten des ständigen Drucks und der Anforderungen begann ich mich zu fragen: Bin ich die Einzige, die manchmal einfach keine Lust mehr hat, nachhaltig sein zu müssen?

Wir leben in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit ein Schlüsselwort geworden ist. Es gibt zahlreiche psychologische Studien, die den Einfluss unseres Verhaltens auf die Umwelt beleuchten. Diese Studien legen nahe, dass unser ökologischer Fußabdruck und unsere individuellen Handlungen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen. Doch wie wirkt sich dieser ständige Fokus auf Nachhaltigkeit auf unser psychisches Wohlbefinden aus?

Eine Studie, die von Forschern der Universität Stanford durchgeführt wurde, zeigte, dass der Druck, nachhaltige Entscheidungen zu treffen, zu einer sogenannten "Öko-Angst" führen kann. Diese Angst entsteht aus dem Gefühl, dass unsere Handlungen nie ausreichen, um die globalen Umweltprobleme zu lösen. Das Ergebnis ist ein ständiges Gefühl der Überforderung und Frustration.

Auch ich habe mich oft von diesem Gefühl der Überforderung gefangen genommen gefühlt. Es schien, als ob jede Entscheidung, die ich traf, konsequent analysiert und bewertet werden müsste. War mein Kaffee fair gehandelt? Hatte meine Kleidung eine ethische Herkunft? Selbst das Einkaufen von Lebensmitteln wurde zu einer mühsamen Aufgabe, da ich mich durch endlose Labels und Siegel kämpfen musste.

Ich erkannte jedoch, dass ich in dieser ständigen Suche nach Nachhaltigkeit meinen eigenen Seelenfrieden verloren hatte. Ich hatte das Vergnügen verloren, einfach im Moment zu leben und die Freude an den kleinen Dingen zu finden. Deshalb begann ich, meinen Blickwinkel zu ändern.

Eine weitere Studie, die an der Universität Harvard durchgeführt wurde, untersuchte den Zusammenhang zwischen Naturerlebnissen und unserem psychischen Wohlbefinden. Die Ergebnisse zeigten, dass der regelmäßige Kontakt mit der Natur zu einer Reduzierung von Stress und Angst führen kann. Ich beschloss, diese Erkenntnis zu nutzen, um meine Beziehung zur Nachhaltigkeit neu zu definieren.

Anstatt mich ständig unter Druck zu setzen, perfekte nachhaltige Entscheidungen zu treffen, begann ich, mich auf das zu konzentrieren, was in meinem Einflussbereich lag. Ich erkannte, dass ich zwar nicht die Welt retten konnte, aber ich konnte einen positiven Beitrag in meinem eigenen Leben und meiner Gemeinschaft leisten. Ich begann, mich bewusst für lokale und ethische Produkte zu entscheiden, um die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Ich pflanzte einen kleinen Gemüsegarten in meinem Hinterhof und erfuhr die Freude,

selbst angebautes Gemüse zu ernten. Ich begann, regelmäßig Zeit in der Natur zu verbringen und die heilende Wirkung der grünen Umgebung auf meine Seele zu spüren.

Doch die wichtigste Erkenntnis war, dass Nachhaltigkeit nicht immer mit Verzicht und Opfer verbunden sein muss. Es ist möglich, einen ausgewogenen Ansatz zu finden, der sowohl umweltbewusstes Handeln als auch Selbstfürsorge beinhaltet. Indem ich mir erlaubte, ab und zu auch kleine Ausnahmen zu machen oder mir selbst etwas zu gönnen, konnte ich das Gefühl der Einschränkung loslassen und meine Motivation für nachhaltiges Handeln aufrechterhalten.

Es ist wichtig anzuerkennen, dass wir Menschen sind und nicht perfekt sein können. Es ist unmöglich, in allen Aspekten unseres Lebens immer und überall nachhaltig zu handeln. Die Lösung liegt darin, realistische Ziele zu setzen und sich bewusst zu machen, dass jeder Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zählt, egal wie klein er auch sein mag.

Die gesellschaftlichen Erwartungen und der Druck, nachhaltig zu sein, werden sicherlich nicht verschwinden. Es liegt an uns, eine gesunde Beziehung zu diesem Thema aufzubauen und unsere eigene Definition von Nachhaltigkeit zu finden. Es ist wichtig, uns selbst zu erlauben, manchmal eine Auszeit zu nehmen und uns mit dem zu verbinden, was uns Freude bereitet.

Die Reise zur Nachhaltigkeit ist ein Tanz, bei dem wir uns manchmal im Einklang und manchmal aus dem Takt fühlen. Aber solange wir uns bewusst sind, dass unsere Handlungen Auswirkungen haben und wir stets bestrebt sind, unser Bestes zu geben, können wir einen positiven Einfluss auf die Welt um uns herum haben.

Also lasst uns tanzen, liebe Leserinnen und Leser. Lasst uns nachhaltige Entscheidungen treffen, aber lasst uns auch Raum für unsere eigene Freude und unser Wohlbefinden lassen. Denn am Ende des Tages ist es das Gleichgewicht zwischen Nachhaltigkeit und Selbstfürsorge, das uns erlaubt, den Tanz des Lebens in vollen Zügen zu genießen.

Die Verwendung von Pseudonymen in Artikeln bietet einen Schutz für die Hauptpersonen der Geschichten und ermöglicht eine tiefgründige Erzählung. Diese Praxis lenkt die Aufmerksamkeit auf die Handlung und Botschaft der Geschichte anstelle der persönlichen Identität der Beteiligten. Dadurch können wir sensiblere Themen ansprechen und den Geschichtenerzählern Sicherheit geben, ihre Erfahrungen offen zu teilen, ohne negative Auswirkungen befürchten zu müssen. Pseudonyme schaffen Raum für Authentizität und Integrität, wodurch die Geschichten im Mittelpunkt stehen und die Privatsphäre der Erzähler gewahrt wird.

Um den Druck zu reduzieren, gibt es einige Schritte, die helfen können:

Akzeptanz und Realismus: Akzeptiere, dass du nicht in allen Bereichen perfekt nachhaltig handeln kannst. Es ist wichtig, realistische Ziele zu setzen und anzuerkennen, dass jeder Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zählt, auch wenn er klein ist.

Informiere dich und wähle bewusst: Statt dich von den vielen Informationen überfordern zu lassen, nimm dir Zeit, dich über nachhaltige Optionen in den Bereichen zu informieren, die dir wichtig sind. Treffe bewusste Entscheidungen und wähle nachhaltigere Alternativen, wenn es möglich ist.

Fokussiere dich auf deine Prioritäten: Identifiziere die Bereiche, die dir am meisten am Herzen liegen, und konzentriere dich darauf, dort nachhaltige Veränderungen vorzunehmen. Es ist in Ordnung, andere Bereiche etwas lockerer zu handhaben, solange du in den für dich wichtigen Bereichen aktiv bleibst.

Finde Freude in der Nachhaltigkeit: Statt Nachhaltigkeit als Einschränkung zu betrachten, versuche, Freude in nachhaltigen Handlungen zu finden. Entdecke neue Möglichkeiten, die dir Spaß machen, wie zum Beispiel das Experimentieren mit veganen Rezepten oder das Entdecken von Second-Hand-Shops. Finde Wege, um nachhaltige Entscheidungen in deinen Alltag zu integrieren, ohne dass es sich wie eine Belastung anfühlt.

Verbinde dich mit anderen: Suche nach Gemeinschaften oder Gruppen von Menschen, die ähnliche Ziele verfolgen. Der Austausch von Erfahrungen, Tipps und Unterstützung kann helfen, den Druck zu mindern und motiviert zu bleiben.

Selbstfürsorge nicht vergessen: Denke daran, dass Selbstfürsorge genauso wichtig ist wie nachhaltiges Handeln. Setze dir Grenzen und erlaube dir selbst auch mal Ausnahmen oder kleine Freuden, ohne dich schuldig zu fühlen. Indem du auf dich selbst achtest, kannst du langfristig nachhaltiges Handeln aufrechterhalten.

Der Druck, ständig nachhaltig sein zu müssen, kann überwältigend sein. Indem du diese Schritte befolgst und einen ausgewogenen Ansatz verfolgst, kannst du den Druck mindern und eine gesunde Beziehung zur Nachhaltigkeit entwickeln. Denke daran, dass Nachhaltigkeit ein fortlaufender Prozess ist und dass jeder Schritt in die richtige Richtung zählt.

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